Wer prüft Absturzsicherung ? Wann und warum?

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Auffanggurt Prüfung?Absturzsicherung Prüfung

Warum muss man das tun ?

Wie ist die Lebensdauer einer Absturzsicherung?

Was kostet eine Prüfung? In welchen Abständen muss ich prüfen lassen?

Wer darf die PSAgA prüfen? Was ist ein Prüfbuch? 

Hinweis
Absturzsicherungen im privaten Bereich, wie Treppengeländer, Balkongeländer oder an Fenstern, sowie die Sicherungen für Kinder werden üblicherweise nicht geprüft. Aber man kann das durchaus von einem Sachverständigen tun lassen.

All diese Fragen werden wir dir hier in unserem Blog beantworten. 


Warum Auffanggurt Prüfung ?

Die handelsüblichen Auffanggurte haben eine begrenzte Lebensdauer. Das liegt vor allem darin begründet, dass sie sich im Laufe der Zeit verändern. Sowohl das Gewebe als auch die Nähte unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess.

Die Gründe dafür sind :

  • Sonneneinstrahlung
  • Verunreinigungen beim Gebrauch
  • Alterung der Nähte
  • Beschädigungen
  • Fremdeinwirkung
  • Feuchtigkeit
  • falsche Lagerung
  • usw.

Genau aus diesem Grund musst du die Auffanggurte und selbstverständlich auch Verbindungsmittel und Anschlagpunkte mindestens einmal im Jahr prüfen lassen. Wenn du ein privater Nutzer bist, darfst du natürlich machen was du willst. Wenn du aber einen Unfall hast, wird dich deine Versicherung schon fragen, wann denn der Gurt oder Anschlagpunkt das letzte mal geprüft wurde. Dann kann es eng werden.

Wie lange hält ein Auffanggurt?

Nach heutigen Erkenntnissen geht man davon aus , dass ein Auffanggurt mindesten 6 Jahre gut verwendbar ist. Das heißt, dass du spätestens im siebenten Jahr für Ersatz sorgen musst. (auch wenn er nie benutzt wurde!)  Die Berufsgenossenschaften achten sehr auf die jährliche Prüfung, und wollen auch den Nachweis dafür sehen.

Was kostet die Prüfung ?

Die Prüfung durch einen Sachverständigen kostet in der Regel um die 10 Euro pro Stück. Das kommt natürlich darauf an wie viele Teile zu prüfen sind , wie lang der Anfahrtsweg ist und wie lange die Prüfung dauert. Normalerweise ist es mit einer Sichtprüfung getan. Für jährliche Prüfungen von Anschlagpunkten und Seilsicherungen können erheblich größere Kosten anfallen.

Wer darf Absturzsicherungen prüfen ?

Die Prüfung von Auffanggurten (PSAgA) und Anschlagpunkten darf nur ein ausgebildeter Sachverständiger nach BGG 906 (neu DGUV Grundsatz 312-906) durchführen. Die DGUV ist die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung. Diese Sachverständigen werden speziell für diese Prüfungen ausgebildet und erhalten einen Befähigungsnachweis. Der Sachverständige stellt ein Prüfbuch aus, welches bei jeder Prüfung wieder vorgelegt werden muss. Wenn du einen Auffanggurt oder Verbindungsmittel kaufst, achte bei professioneller Verwendung unbedingt auf entsprechende Kennzeichnung von DIfBt, CE-Kennzeichnung und Herstellerangaben. Ein No Name Produkt wird höchstwahrscheinlich bei der Prüfung durchfallen. Wer billig kauft, kauft 2 mal!

Bei der Prüfung von Anschlagpunkten und Seilsicherungen gilt sinngemäß das Gleiche. Auch diese müssen mindestens einmal jährlich geprüft werden. Hauptsächlich Hauseigentümer oder Gemeinschaften, Hausmeister und Wartungspersonal sollten peinlichst genau darauf achten, wann das letzte mal geprüft worden ist. An den Anschlagpunkten und Seilsicherungen sind entsprechende Hinweisschilder angebracht. Dort ist dann das Prüfsiegel.(wie am Auto)  Der Sachverständige ist der Prüfer, wie beim TÜV.

Unser Tipp
Wähle den richtigen Auffanggurt und das entsprechende Verbindungsmittel ! Achte auf Kennzeichnungen ! Lass alles jährlich prüfen ! Bewahre das Prüfbuch gut auf !